



Begriffe, Krankheiten, Einrichtungen u.v.m., verknüpft mit dem zuständigen Bereich.
Im Menüpunkt "Übersicht" sind Einrichtungen unter verschiedenen Gesichtspunkten gruppiert: Kliniken, Abteilungen, Institute, Zentrale Einrichtungen und ähnliches.
Historie
Die Geschichte des Universitätsklinikums Freiburg
| Zeittafel | Kurzübersicht | zum 'Tag der offenen Tür 2007' | Bilder |
| |
||||
nach oben |
|
zurück
zurück |
|
nach oben
|
| |
||||
Zeittafel
| 1457 | Gründung der Universität Freiburg durch Erzherzog Albrecht VI. von Österreich | |||||||||||||||
| 1751 | Die Medizinische Fakultät übernimmt die Krankenversorgung im Armenspital in der Gerberau | |||||||||||||||
| 1780 | Errichtung eines "Allgemeinen Kranken-Spitals" im Kollegium Sapientiae in der Herrenstraße | |||||||||||||||
| 1829 |
Eröffnung des "Klinischen Hospitals" in der Albertstraße |
|||||||||||||||
| 1868 - 1911 | Entstehung von Kliniken für Frauen-, Augen-, Kinderheilkunde, der Chirurgie und Poliklinik im heutigen Institutsviertel | |||||||||||||||
| 1887 |
Eröffnung der Psychiatrischen Klinik an der Hauptstraße im Vorort Herdern |
|||||||||||||||
| 1922 |
Umwandlung des Garnisonslazarettes in Herdern zur Hautklinik |
|||||||||||||||
| 1926 - 1931 | Errichtung der Medizinischen und Chirurgischen Kliniken in der Hugstetter Straße | |||||||||||||||
| 27.11.1944 | Zerstörung nahezu aller Institute und Kliniken durch einen schweren Luftangriff | |||||||||||||||
| 1948 - 1953 |
Wiederaufbau der Chirurgischen-, Medizinischen- und Frauenklinik |
|||||||||||||||
| nach 1953 | Gesamtplanung und Errichtung aller weiteren Klinikbauten im Bereich der Hugstetter Straße | |||||||||||||||
| von 1949 bis in die 1990er | Das Freiburger Universitätsklinikum entwickelt sich zu einer Stätte der Hochleistungsmedizin, in der sämtliche Spezialfächer der Medizin vertreten sind | |||||||||||||||
| 1998 | Das Klinikum wird aus dem Universitätsverbund herausgelöst und in eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts umgewandelt | |||||||||||||||
| 2006 | Gründung des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer – Comprehensive Cancer Center Freiburg, 2007 von der Deutschen Krebshilfe als "Onkologisches Spitzenzentrum" ausgezeichnet | |||||||||||||||
| 2009 | Gründung eines Exzellenzzentrums für Immundefizienz in Freiburg: Im Rahmen einer deutschlandweiten Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde das Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI) eingerichtet | |||||||||||||||
| |
|
|||||||||||||||
|
||||||||||||||||
Kurzübersicht
Das Klinikum der 1457 gegründeten Albert-Ludwigs-Universität ist auf drei Standorte verteilt:
- Das Zentralklinikum; es liegt eingebettet in den Stadtteilen Stühlinger und Beurbarung im Westen der Stadt
- Die Außenkliniken Psychiatrie und Hautklinik; sie befinden sich im Stadtteil Herdern in der Hauptstraße.
- Die medizinisch-theoretischen Institute; sie befinden sich ebenfalls im Stadtteil Herdern im Institutsviertel der Universität.
Charakteristisch für das Zentralklinikum ist der "Lorenzring". Er wurde von 1926 an errichtet. Nach seiner Zerstörung im Krieg folgte 1952 der Aufbau nach den gleichen Plänen. In den Folgejahren erweiterte man dieses in sich geschlossene Baukonzept um weitere Satellitenkliniken.
Das Universitätsklinikum vereinigt in seinen Gebäuden Krankenversorgung, Forschung und Lehre. Mit ungefähr 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es der größte Arbeitgeber in der Region. Der Bettenbestand liegt bei annähernd 1.800 Planbetten in 110 Stationen.
Entsprechend den sich ändernden Bedürfnissen der modernen Medizin sind am Klinikum Forschungsschwerpunkte eingerichtet oder werden neu etabliert. Nur so lassen sich neueste medizinische Erkenntnisse und Behandlungsmethoden in die Praxis umsetzen.
Neben 54.000 Patientenaufnahmen erfolgen pro Jahr über 300.000 ambulante Patientenbesuche.
Das Klinikum der Universität Freiburg beteiligt sich an der Ausbildung für nichtärztliche Berufe im Gesundheitswesen. Es betreibt Schulen, hält im Angestellten- und Arbeiter- bereich Plätze für Auszubildende vor und beschäftigt Praktikantinnen und Praktikanten. Insgesamt bestehen hier rund 550 Ausbildungsplätze in folgenden Schulen: Krankenpflegeschule, Kinderkrankenpflegeschule, Schule für Physiotherapie, Schule für Medizinisch-Technische Assistenten, Hebammenschule, Orthoptikschule.
| |
||||
nach oben |
|
zurück
zurück |
|
nach oben
|
| |
||||
Ein Klinikum mit Geschichte
zum Tag der offenen Tür am 30. Juli 2007
Wer heute in Freiburg und Umgebung erkrankt, muss sich nicht viele Gedanken machen, wohin er sich wenden kann: Die medizinische Versorgung ist gleich durch mehrere Krankenhäuser gesichert und allein unter dem Dach des Universitätsklinikums kann nahezu jede Erkrankung und Verletzung behandelt werden.
Vor 550 Jahren sah dies noch anders aus: Die 1457 im Rahmen eines neuen "Studium generale" gegründete Medizinische Fakultät gehört zu den ältesten in Deutschland. Sie wurde zunächst durch einen einzigen Professor repräsentiert, einige Jahrzehnte später erhöhte sich die Zahl der Lehrenden auf drei. Die Studentenzahlen waren ebenfalls gering.
Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert war die akademische Medizin in erster Linie eine buchgelehrte Wissenschaft. Die Inhalte bezog sie aus Texten antiker und arabischer Autoritäten, die in das Lateinische übersetzt waren. Die Lehre am Krankenbett spielte in dieser Zeit nur eine geringe Rolle; für die Versorgung der Bevölkerung sorgten Handwerkschirurgen, Hebammen oder Bader.
Ende des 18. Jahrhunderts richtete sich die Medizin neu aus: Die christliche Caritas, symbolisch und materiell in Hospitälern präsent, wurde in eine weltliche Philanthropie überführt. Die Lehrinhalte der akademischen Medizin wandelten sich; zugleich begann der klinische Unterricht der Studenten in einem erstmals dafür eingerichteten kleinen Krankenhaus, dem Haus "Gerberau 34" am Augustinerplatz.
Mitte des 19. Jahrhunderts begann auch in Freiburg der Siegeszug der naturwissenschaftlichen Medizin. Mit Aufteilung in die Bereiche Innere Medizin, Chirurgie und Geburtshilfe zeichneten sich die ersten Schritte der Spezialisierung ab. Einige Jahrzehnte später folgten Kliniken für Frauen-, Augen- und Kinderheilkunde. Die Pläne für einen Neubau, der alle Kliniken zusammenfasst, wurden zunächst durch den Ersten Weltkrieg zunichte gemacht. Das Vorhaben wurde erst in den späten 20er Jahren des 20. Jahrhunderts realisiert.
Schon im wilhelminischen Kaiserreich gehörten der Freiburger Fakultät international renommierte Forscher an, allen voran der Pathologe Ludwig Aschoff (1866-1942). Diesen hohen Rang hielt Freiburg auch in den schwierigen Anfangsjahren der Weimarer Republik.
Der Nationalsozialismus führte zur Ausgrenzung, Vertreibung und Deportation jüdischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums; viele Ordinarien stellten ihre Arbeit in den Dienst des Regimes. In den Kriegsjahren wurden nahezu
alle medizinischen Einrichtungen zerstört. Von 1945 bis 1953 erfolgte der Wiederaufbau mit der bis heute erhaltenen Trennung von Institutsviertel und Klinikgebiet.
|
|
|
|
|
1880-1889 Operation im Hörsaal; auf dem Tisch rechts eine Trommel mit sterilisiertem Material. |
1846 Die erste öffentlich demonstrierte Operation unter Narkose. |
1925 Röntgenologische Untersuchung der Lunge. |
2006 Kopf, CTP |
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg fand die Fakultät rasch den Anschluss an den internationalen Standard. Wegleitend waren dabei der Internist Ludwig Heilmeyer, der Pathologe Franz Büchner, der Chirurg Hermann Krauß und der Neurologe Richard Jung. Der Aufschwung der 50er und 60er Jahre kam den sich weiter differenzierenden Fächern und ihren jeweiligen Speziallaboratorien entgegen; die Zahl der Mitarbeiter stieg sprunghaft an. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Universitätsklinikum Freiburg zu einer Stätte modernster Hochleistungsmedizin. Sämtliche Fächer der Medizin sind vertreten und viele innovative Therapieformen erfolgreich in die Praxis eingeführt.
Binnen zweier Generationen haben die Medizinische Fakultät und das Klinikum eine Spitzenposition in
Deutschland und internationales Renommee erlangt: Sie zählen zu den größten medizinischen Einrichtungen und Forschungszentren Europas. Jüngste Beispiele sind u. a. die herausragenden Erfolge in der Stammzelltransplantation sowie in der Organtransplantation.
Heute verfügt unseruniklinikum über 14 Kliniken und Departments, rund 40 Abteilungen, fünf klinisch-theoretische
Institute, fünf Zentrale Einrichtungen, eine Vielzahl medizinischer Schwerpunkt- und Forschungszentren sowie Spezialambulanzen.
M e i l e n s t e i n e
Bewegte Geschichte – lebendige Gegenwart
| ● 1457 | Gründung der Universität Freiburg durch Erzherzog Albrecht VI. von Österreich |
| ● 1751 | Die Medizinische Fakultät übernimmt die Krankenversorgung im Armenspital in der Gerberau |
| ● 1780 | Errichtung eines "Allgemeinen Kranken-Spitals" im Kollegium Sapientiae in der Herrenstraße |
| ● 1829 | Eröffnung des "Klinischen Hospitals" in der Albertstraße |
| ● 1868-1911 | Entstehung von Kliniken für Frauen-, Augen-, Kinderheilkunde, der Chirurgischen Klinik und Poliklinik im heutigen Institutsviertel |
| ● 1887 | Eröffnung der Psychiatrischen Klinik an der Hauptstraße im Stadtteil Herdern |
| ● 1922 | Umwandlung des Garnisonslazarettes in Herdern zur Hautklinik |
| ● 1926-1931 | Errichtung der Medizinischen und der Chirurgischen Klinik in der Hugstetter Straße |
| ● 27.11.1944 | Zerstörung nahezu aller Institute und Kliniken durch einen schweren Luftangriff |
| ● 1948-1953 | Wiederaufbau der Chirurgischen Klinik, der Medizinischen Klinik und der Frauenklinik |
| ● Nach 1953 | Gesamtplanung und Errichtung aller weitern Klinikbauten im Bereich der Hugstetter Straße |
| ● Von 1949-1990er | entwickelt sich das Freiburger Universitätsklinikum zu einer Stätte der Hochleistungsmedizin, in der sämtliche Spezialfächer der Medizin vertreten sind |
| ● 1998 | Das Klinikum wird aus dem Universitätsverbund herausgelöst und in eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts umgewandelt. |
| ● 2006 | Gründung des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer – Comprehensive Cancer Center Freiburg, 2007 von der Deutschen Krebshilfe als "Onkologisches Spitzenzentrum" ausgezeichnet |
| ● 2009 | Gründung eines Exzellenzzentrums für Immundefizienz in Freiburg: Im Rahmen einer deutschlandweiten Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde das Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI) eingerichtet |
Letzte Neubauten:
● OP-Bau der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (2006)
● Institut für Umweltmedizin und Hygiene (2006)
● Pathologie (2006)
● Klinik für Strahlenheilkunde (2004)
● Zentrale Forschungsgebäude (1997)
● Neurozentrum (1995)
| |
||||
nach oben |
|
zurück
zurück |
|
nach oben
|
| |
||||
Historische Sammlung - Bilder und Texte - alles Rund ums Universitätsklinikum
vor 1950
-
1938/1939
- 1944
1950 - 2000
nach 2000
| |
||||
nach oben |
|
zurück
zurück |
|
nach oben
|
| |
||||







nach oben
zurück