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Neurologische Intensivstation

Die neurologische Intensivstation wurde 1995 zusammen mit der zertifizierten, überregionalen Stroke Unit (8 Betten) in einer räumlichen und funktionellen Einheit gegründet und 2007 nochmals erweitert. Die Intensivstation ist eine 9(+1)-Betten-Einheit mit 6 Beatmungsplätzen. Eine erneute Erweiterung um 2 Beatmungsplätze ist für 2011/2012 vorgesehen. Die neurologische Intensivstation ist die Einzige im gesamten Südbadischen Raum und weist somit ein Einzugsgebiet von 2.170.481 Einwohnern auf. 2010 wurden ca. 550 Patienten intensivneurologisch therapiert. Diese werden von einem speziell ausgebildeten Ärzte- und Pflegeteam (1 Oberarzt, 2 Stationsärzte, 6,5 Assistenzärzte, Intensivpflegeteam mit 30 Planstellen) im 3-Schichtbetrieb versorgt.

Leitung

Ärztliche Leitung:
Oberarzt Dr. med. Wolf-Dirk Niesen
(FA für Neurologie, spezielle neurologische Intensivmedizin,
DEGUM-Ausbilder Stufe III)

Tel.: 0761-270-50010 (Pforte)
Fax: 0761-270-53900
e-mail: wolf-dirk.niesen@uniklinik-freiburg.de

Stationsleitung/-Stellv. :

Tel: .: 0761-270-51530
Fax: 0761-270-51520
e-mail: int2ltg@nz.ukl.uni-freiburg.de

Stationsärzte:

Tel: .: 0761-270-51540
Fax: 0761-270-51520

Anmeldung von Patienten

Notärzte und externe Kliniken:
Anmeldung intensivpflichtiger neurologischer Patienten über das Stationsarzttelefon

0761-270-51540

bei akuten schweren Schlaganfallsyndromen über das Schlaganfalltelefon

0761-270-51480

Wichtige Informationen für Angehörige

Bitte beachten Sie, dass wir am Telefon keine Informationen zu den Patienten geben dürfen!
Kurze telefonische Anfragen können über das Pflegetelefon der Intensivstation geklärt werden
Tel: 0761-270-51500
Ein telefonischer Arztkontakt ist in der Zeit von 9:00-10:00 und von 17:00-18:00 unter Tel:0761-270-51540 möglich
Besuchzeiten:
Sie können Ihre(n) Angehörige(n) täglich ab 16:00 Uhr besuchen. Individuelle Besuchszeiten sind nur in Ausnahmefällen möglich und sollten zuvor mit dem zuständigen Pflegepersonal abgesprochen werden. Aufgrund des aktuellen Tagesablaufes können allerdings auch zur Besuchszeit Wartezeiten auf Sie zukommen, wofür wir um Verständnis bitten.
Auch Kinder können in Begleitung Erwachsener zu Besuch kommen. Dies sollte jedoch im Vorfeld mit dem ärztlichen u./o. pflegerischen Personal abgesprochen werden, da ggfs. eine Begleitung durch geschultes Personal sinnvoll sein kann.

Erkrankungsbilder der neurologischen Intensivstation

Die Neurologische Intensivstation versorgt das gesamte Spektrum neurologisch-intensivmedizinischer Erkrankungsbilder wie auch eine Vielzahl an interdisziplinären neurologisch-neurochirurgischen Erkrankungsbildern. Des Weiteren werden alle intensivpflichtigen Erkrankungsbilder der Klinik für Neurologie behandelt. Ein Schwerpunkt ist die Behandlung neurovaskulärer Erkrankungen. Hier besteht eine enge Kooperation mit der Abteilung für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie und der Klinik für Neurochirurgie. Auch mit den anderen Intensivstationen des Universitätsklinikums besteht eine enge Zusammenarbeit. Spezifische Aufgabenstellung der Station ist die Diagnostik und Behandlung von

  • Komatösen Zuständen/akuten Bewusstseinsstörungen
  • Schädelhirntraumata
  • Akuten/lebensbedrohlichen Verläufen zerebraler Gefäßerkrankungen
    • Maligner Mediainfarkt
    • Subarachnoidalblutung
    • intrakranielle Blutungen
  • entzündlichen Erkrankungen des zentralen/peripheren Nervensystems z.B.
    • Meningitis
    • Meningoenzephalitis
    • GBS
  • unterschiedlichen Formen akuter Rückenmarkserkrankungen
  • Status epilepticus
  • akuten, intensivpflichtigen neuromuskulären Erkrankungen

Behandlung

Für die Therapie unserer Patienten steht das gesamte Spektrum der neurologisch-intensivmedizinischen Diagnostik und Überwachung bestehend aus Elektrophysiologie (EEG, evozierte Potentiale, Neurographie und EMG), Neurosonographie (extra- und intrakranielle Doppler- und Duplexsonographie, Emboliemonitoring, CO2-Reaktivität, nicht-invasives Hirndruckmonitoring mit Doppler- und Duplexsonographie), Langzeit-EEG, Hirndruckmonitoring und Liquordiagnostik/-monitoring zur Verfügung. Das hämodynamische Monitoring kann neben dem Basismonitoring mittels nicht-invasiver und blutiger Blutdruckmessung durch ein erweitertes hämodynamisches Monitoring ergänzt werden mittels Pulmonalis-Katheter, PICCO-Monitoring und Echokardiographie (in Kooperation mit der Kardiologie). Für die Aufrechterhaltung stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung: Sauerstoffgabe, High-flow-CPAP-Therapie, Nicht-invasive Maskenbeatmung, invasive Beatmungsformen mit Spontanatmung und kontrollierter Beatmung. Es erfolgt eine Vielzahl intensivmedizinischer Interventionen direkt durch das Team der Intensivstation selber: die endotracheale Intubation, die Durchführung diagnostischer und therapeutischer Bronchoskopien, die Installation von zentralen Venenkathetern, die intravasale Hypothermiebehandlung, die Anlage von Thoraxdrainagen oder die Durchführung der Dilatationstracheotomie. Nephrologische Behandlungsverfahren wie die CVVHD (Heparin und Citrat), Plasmapharese oder Immunabsroption werden in Kooperation mit der Abteilung für Nephrologie betrieben. Darüber hinaus werden alle Patienten durch ein speziell in der therapeutischen Pflege geschultes Team und ein großes Therapeutenteam bestehend aus Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Sozialdienst von Aufnahme an frührehabilitativ betreut. Die Neurologische Klinik ist Teil des Rehanetzwerkes in Südbaden, so dass hier der nahtlose Übergang in die Frührehabilitation der Rehakliniken gewährleistet ist.

Weiterbildung und Fortbildung

Durch die Weiterbildungsermächtigung des Ärztlichen Direktors der Neurologischen Universitätsklinik ist die Möglichkeit zum Erwerb der Zusatzbezeichnung „Intensivmedizin“ in der Neurologie gegeben. Neben einem gestuften Ausbildungskonzept, gibt es eine Vielzahl an innerklinischen Fortbildungsmöglichkeiten. Unter anderem erfolgt jährlich die Durchführung eines Neuro-Intensivmedizin-Workshops. Auch das pflegerische Team der neurologischen Intensivstation und Stroke Unit Freiburg bietet eine Vielzahl von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Hier besteht u.a. die Möglichkeit Zusatzqualifikationen im Bereich „basale Stimulation“, „Bobath-Kurs“ sowie als Praxisanleiter zu erwerben, neben der Ausbildung im Rahmen des von der deutschen Schlaganfallgesellschaft zertifizierten Kurses zur „speziellen Schlaganfallpflege“ ( http://www.dsg-info.de/pdf/Pflegefortbildung_Freiburg_UKF.pdf) und im Rahmen der „Fachweiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege“.

Forschung

Forschungsschwerpunkte der neurologischen Intensivstation sind neue Behandlungs- und Monitoringmöglichkeiten in der Behandlung des akuten Schlaganfalls, des malignen Mediainfarktes, der Subarachnoidalblutung und der intrazerebralen Blutung. Die neurologische Intensivstation ist in das Forschungs-Netzwerk deutscher Intensivstation (IGNITE) der deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin eingebunden. Im Rahmen diese Netzwerks werden die folgenden Studien durchgeführt:

Studien zum Malignen Mediainfarkt:

DESTINY–2 Randomisierte Studie zur frühen Hemikraniektomie beim >60-Jährigen im Vergleich zur maximalen konservativen intensivmedizinischen Therapie
DESTINY-R Register zur Erfassung von Patienten mit potentiellem malignen Mediainfarkt
DEPTH-SOS Randomisierte Studie zum Vergleich der Hemikraniektomie alleine im Vergleich zur Hemikraniektomie mit Hypothermie-Behandlung beim malignen Mediainfarkt

Studien zur intrazerebralen Blutung:

CINCH randomisierte Studie Hypothermiebehandlung zur Ödemtherapie bei ausgedehnten intrazerebralen Blutungen
MCM-ICB-Register Retrospektives Datenregister zur Evaluation von intrazerebralen Blutungen unter oraler Antikoagulation
SVT-Register Retrospektives Datenregister zur Erfassung intensivpflichtiger Sinusvenenthrombosen

Wichtige Links:

DGNI DIVI
ESICM SCCM
DGN DSG
unterer Abschluss
Impressum
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